Rückblick : Thilo Sarrazin 2012 in Erfurt

Am Auftritt Thilo Sarrazin in Erfurt im Mai 2012 ließ sich
wunderbar die Wirkungsweise linker Gesinnungsschnüffeler
erfassen. Zuerst einmal wurde der Veranstalter jener Buch –
lesung gehörig unter Druck gesetzt, die Veranstaltung abzu –
sagen. Als sodann diese Art von dreister Erpressung nicht
gefruchtet, wurde derübliche linke Krawall – und Störrmob
organisiert, welcher die Besucher einschüchtern und die
Veranstaltung störren sollte. In Erfurt waren damals so gut
an die 200 Polizisten hinlänglich damit beschäftigt den in
bester SA-Manier auftretenden Mob unter Kontrolle zu
halten.
Wenn in Deutschland damals ein Rabbiner unter solch
einem Polizeischutz und doppelten Sicherheitskontrollen
auftreten, was hätte das für einen Aufschrei im Lande
gegeben, ganz zu schweigen vom Medienrummel darum.
Aber für Andersdenkende waren solche Auftritte schon
seit Jahren in Deutschland zur Routine geworden.
Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang es, damals in
Erfurt, dem undemokratischem Mob seine Störraktionen
auch im Lesesaal selbst fortzusetzen. Fast schon wie eine
Stasi-Aktion mutet es dann an, wenn im Saal installierte
Störsender lospiepen. Ein hinlängliches Beispiel wie gut
organisiert die Antidemokraten schon waren. Deren ge –
zielte Störraktionen zeigten deutlich auf, daß die recht
wenig von dem demokratischen Grundrecht der Mein –
ungsfreiheit halten. Um so perfider, wenn man es da
bedenkt, daß es dieselben Kräfte sind, die doch so oft
und gerne mehr Toleranz fordern !
Angesichts derartiger Störrungen durfte man sich daher
auch nicht wundern, wenn Sarrazin daher gut die Hälfte
seiner Lesung damit verbrachte, über die ihm bei der Ver –
öffentlichung seiner Bücher in den Weg gelegten Schwie –
rigkeiten zu berichten. Das Lärmen des Krawallmobs von
draussen klang dazu, wie eine Untermalung dessen. Da –
neben bestand dann Sarrazins Vortrag größtenteils aus
einem Herunterbeten von Statistiken, aber wie immer in
solchen Fällen waren diese Art von trockenen Bilanzen für
viele der Zuhörer eher ermüdend.
Aus heutiger Sicht indes weiß man, wie recht doch Thilo
Sarrazin schon damals gehabt. Nicht umsonst meidet die
Regierung seitdem auch die Veröffentlichungen von eben
genau solchen Statistiken !